Der Bartagabe als Haustier

Der Bartagame als Haustier

Der Bartagame als Haustier

Bartagame sind wunderbare Haustiere. Majestätisch, erhaben  und beruhigend. Zudem benötigen sie nur ein Terrarium, sind also auch in kleinen Wohnungen und Kinderzimmern bzw. Jugendzimmern gut zu halten. Allerdings sind bei der Haltung von Bartagamen viele Sachen zu beachten, auf die ich im folgenden eingehen möchte. Sollten Sie mit dem Gedanken Spielen einen Batagamen zu kaufen sollten Sie sich diese Seite aufmerksam durchlesen. Wenn sich Ihr Kind einen Batagamen wünscht, lesen Sie diese Seite mit ihrem Kind.

 

 

 

Die verschiedenen Arten bei den Bartagamen
Der Kauf von Bartagamen
Das richtige Terrarium für die Bartagame
Die Haltung von Bartagamen
Das Alter und das Aussehen einer Bartagame
Bartagame und das richtige Futter
Die Winterruhe bei den Bartagamen
Mögliche Krankheiten bei einer Bartagame
Die Zucht der Bartagame
Die Haltung eines Zwergbartagame

 

Die verschiedenen Arten bei den Bartagamen


Die Bartagamen stammen aus den trockenen Regionen Australiens und sind somit ihrer Natur nach für ein Leben in heißen, trockenen Bereichen ausgestattet. Dem entsprechend benötigen sie ein Terrarium, in welchem dieser Lebensraum möglichst genau imitiert wird. Am häufigsten werden bei uns Pogona barbata (Östliche Bartagame) und Pogona vitticeps (Streifenkopf-Bartagame) gehalten. Die Art Pogona barbata wird insgesamt bis etwa 70 cm lang und die Art Pogona vitticeps etwa bis 55 cm lang.
Die verschiedenen Arten
Es wird insgesamt zwischen acht verschiedene Bartagamen-Arten unterschieden. Diese unterscheiden sich hinsichtlich ihrer Lebensweise geringfügig oder stärker voneinander. Diese Arten lauten wie folgt:

  • Pogona henrylawsoni – Zwergbartagame
  • Pogona microlepidota – Kimberley Bartagame
  • Pogona Minima – Kleine Bartagame
  • Pogona vitticeps – Streifenköpfige Bartagame
  • Pogona minor – Westliche Bartagame
  • Pogona mitchelli – Mitchells Bartagame
  • Pogona nullarbor – Nullarbor Bartagame
  • Pogona barbata – Östliche Bartagame

Beschreibung der verschiedenen Arten

 

Pogona henrylawsoni

Diese Art sind die Zwerg Bartagamen und gehören zu den kleinsten unter den Bartagamen. Ihre natürliche Heimat haben diese Tiere in Australien und sie werden nur rund 30 cm lang, wobei allein der Schwanz die Hälfte der gesamten Länge ausmacht. Besonders die kurzen und untersetzten Vorder- und Hinterbeine stechen bei dieser Art stark ins Auge. Am Kopf und am Körper haben Pogona henrylawsoni deutlich weniger Stacheln, als dies bei anderen Arten der Fall ist. Wie ihre Verwandten sind auch diese Tiere Allesfresser, wenn gleich es in ihrer Erforschung noch einige dunkle Punkte gibt. In der Beliebtheit bei Haltern steigen diese Tiere aber beständig an.

Pogona microlepidota

Diese Tiere sind auch unter dem Namen Kimberley Bartagame bekannt. Sie leben bevorzugt im nordwestlichen Teil von Australien.

Pogona Minima

Diese kleine Art der Bartagamen findet man in freier Wildbahn ausschließlich auf den Houtman-Albrolhos-Inseln, dem Northeast Wallaby Island und in West Wallaby Island. Diese genannten Inseln sind nicht sonderlich bekannt und liegen vor der Westküste Australiens. Durchschnittlich erreichen Pogona Minima eine Länge von bis zu 36 cm, wovon allerdings mehr als die Hälfte der Länge auf den Schwanz der Tiere entfallen. Die Pogona Minima werden als neue Verwandte der Pogona mitchelli eingestuft, allerdings mit deutlich längerem Schwanz.

Pogona vitticeps

Diese Art gehört ohne jeden Zweifel zu den beliebtesten und bekanntesten Bartagamen und deshalb gehören sie in den Terrarien auch zu den häufigsten Bewohnern. Ihre Heimat ist in Zentralaustralien und im südlichen Teil des Landes. Die Pogona vitticeps gelten als sehr pflegeleicht und sind recht unerschrocken und sehr zugänglich.

Pogona minor

Diese Art wird auch als westliche Bartagame bezeichnet, die vor allem in West- und Zentralaustralien zu finden ist. Diese Tiere gehören auch nicht zu den größten unter den Bartagamen und erreichen eine maximale Länge von rund 37 cm. Von ihrem Aussehen her ähnelt der Pogona minor der Pogona barbata. Einziges Unterscheidungsmerkmal ist bei ihnen der fehlende Bart.

Pogona mitchelli

Pogona mitchelli sind auch unter dem Namen Mitchells Bartagame bekannt. Man findet diese Art vor allem im nordwestlichen Teil Australiens. Benannt wurden diese Tiere nach ihrem Entdecker John Mitchell. Die Tiere erreichen eine Gesamtlänge von bis zu 40 cm, wobei allein der Schwanz rund 23 cm lang wird. Der Körper der Pogona mitchelli ist mit Stacheln regelrecht übersät, die auch an den Schulterblätter in starker Ausprägung zu finden sind.

Pogona nullarbor

Diese Art wird auch als Nullabor Bartagamen bezeichnet. Dieser Name wird vom Lebensraum der Tiere abgeleitet, denn sie leben überwiegend in der Nullabor Ebene im südlichen Zentralaustralien. Die Tiere sind mittelgroß und die ausgewachsenen Tiere erreichen eine Gesamtlänge von rund 34 cm, wovon allein 20 cm auf den Schwanz entfallen. Dieser mittelgroße Bartagame ist rot-braun oder orange-braun in der Färbung. Häufig findet sich auch ein weißer Querstreifen auf dem Rücken des Tieres. Mittlerweile ist diese Art in ihrem natürlichen Lebensraum sehr selten geworden, allerdings noch nicht vom Aussterben bedroht. Die Ausfuhrbestimmungen sind jedoch sehr streng gehalten und deshalb sind sie in den Terrarien auch eher ein seltener Gast.

Pogona barbata

Diese Art ist unter dem Namen östliche Bartagame bekannt. Ihre Heimat ist der Osten Australiens und dort vor allem in den Gebieten des Great Dividing Range. Diese Gattung erreicht im ausgewachsenen Alter eine Gesamtlänge von rund 55 cm und allein der Schwanz kann bis zu stolzen 30 cm lang werden. Bei der Pogona barbata fällt vor allem der dreieckig geformte Kopf mit seinen langen und imposanten Stacheln auf. Sie mag trockene und auch leicht feuchtere Lebensräume. Die Winterruhe verbringt sie vergraben im Erdreich.

 

Der Kauf von Bartagamen

Der Kauf von Bartagamen

Der Kauf von Bartagamen

Wer sich dazu entschieden hat, Bartagamen zu halten, der sollte nie spontan losfahren und eine Echse mit nach Hause bringen. Unvorbereitet ist es in der Regel nicht möglich, das Tier artgerecht zu versorgen und zu halten. Die Gefahr dass die Bartagame erkrankt oder sogar stirbt ist relativ hoch. Mit einem gut durchdachten und vorbereiteten Kauf tut sich keiner einen Gefallen und ist auch nicht im Interesse des Tieres selbst. Zunächst sollte jeder entscheiden, wie viele Tiere welchen Geschlechts er halten möchte. In der Regel ist es nur möglich, mehrere Männchen zusammen zu halten, wenn mehr Weibchen als Männchen in einem Terrarium untergebracht sind und wenn das Terrarium so groß ist, dass es die Bildung von Revieren ermöglicht. Für Anfänger ist es daher ratsam, entweder zwei Weibchen zu erstehen, oder ein Männchen und ein Weibchen zu kaufen.

 

Kosten müssen beachtet werden

Beim Kauf von Bartagamen sollten auf jeden Fall nicht nur die Anschaffungskosten, sondern auch die Folgekosten beachtet werden. Die selbst und auch das benötigte Futter verursachen zwar keine hohen Kosten, doch ins Gewicht fallen auch diese mit der Zeit. Vor allem aber müssen die Kosten beachtet werden, die für die artgerechte Haltung im Terrarium entstehen. Zum einen sind dies schon mal die Anschaffungskosten für das Terrarium, egal ob dieses gekauft wird oder selbst gebaut wird. Ein hoher Kostenfaktor wird dann auch der Stromverbrauch darstellen, denn diese Kosten fallen doch erheblich ins Gewicht. Auch Kosten für Tierarzt müssen zwingend mit einkalkuliert werden.

Wo können Bartagame gekauft werden?

Im Fachhandel werden vor allem die Arten Pogona vitticeps und Pogona henrylawsoni sehr häufig zum Verkauf angeboten. In Betracht gezogen werden sollte allerdings, dass Tiere, die im Fachhandel gekauft werden, in der Regel meist recht gestresst sind. Im Laden werden diese Bartagame doch sehr häufig gestört und sind meistens sehr hektisch. Deshalb wird empfohlen, eine Bartagame doch besser beim Züchter zu kaufen. Doch auch hier sollte Vorsicht an den Tag gelegt werden und ein Tier sollte vor dem Kauf erst einmal genau beobachtet werden. Es sollte sich auch ein Überblick darüber verschafft werden, wie die zum Verkauf stehenden Tiere gehalten werden und ob dies einer artgerechten Haltung entspricht. Nur dann kann sichergestellt werden, dass ein Halter dann später an diesem Tier oder diesen Tieren auch wirklich seine Freude hat und die Tiere gesund sind.

 

Das richtige Terrarium für die Bartagame

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Bartagamen stammen ursprünglich aus den Savannen- und Wüstengebieten Australiens. Auch wenn sie schon seid vielen Generationen im Terrarium gehalten werden, haben sich ihre Ansprüche an ihren Lebensraum nicht wesentlich verändert. Die Einrichtung des Terrariums sollte also den natürlichen Lebensraum der Tiere möglichst naturgetreu nachahmen. Damit sich Bartagamen auch in unseren Breitengraden wohl fühlen, müssen drei Faktoren, die im Terrarium den natürlichen Lebensraum der Tiere simulieren, beachtet werden. Es handelt sich um Lichtverhältnisse, Temperaturen und Luftfeuchtigkeit. Da unser Klima sich von dem in Australien maßgeblich unterscheidet, muss im Terrarium auf technische Hilfsmittel zurückgegriffen werden um das sogenannte Kleinklima den Bedürfnissen der Tiere anzupassen.

Größe des Bartagame Terrariums

Da Bartagamen bodenbewohnende Tiere sind, ist bei der Auswahl der Terrariumgröße in erster Linie darauf zu achten, dass genug Bodenfläche zur Verfügung steht. Die Höhe des Terrariums muss nur ausreichen um einen genügenden Abstand zwischen der Beleuchtung und den Tieren zu schaffen. Als absolute Minimalgröße, für die Haltung von zwei Tieren, ist ein Terrarium mit den Massen 120x60x60cm anzusehen. Die Bodenfläche beträgt somit 0,72m². Besser wäre natürlich eine Größe die weit darüber liegt. Zu große Terrarien gibt es nicht. Allerdings sollte man bedenken, dass ein größeres Terrarium auch höhere Kosten für Beleuchtung und Beheizung mit sich bringt. Sollen in einem Terrarium mehr als zwei Tiere vergesellschaftet werden, so muss die Größe des Terrariums natürlich angepasst werden.

Die richtige Temperatur im Terrarium

Das Terrarium für die Bartagame

Das Terrarium für die Bartagame

Bartagamen sind Reptilien und daher können sie ihre Körpertemperatur nicht regeln. Sie sind sie auf ein Temperaturgefälle im Terrarium angewiesen. Steigt ihre Körpertemperatur, so begeben sie sich an einen kühleren Platz. Fällt sie zu sehr ab, suchen sie einen wärmeren Platz auf um sich zu erwärmen. Folglich müssen im Terrarium geeignete Plätze geschaffen werden, an denen diese Thermoregulierung stattfinden kann. Dies geschieht durch eine Beheizung des Terrariums, doch auch die Beleuchtung sollte als Wärmequelle nicht unterschätzt werden. Sie übernimmt damit eine doppelte Funktion. Generell sollte die Temperatur im Terrarium bei etwa 30°C liegen. Diese Temperatur wird durch eine Beheizung eines Teils des Bodengrundes bewerkstelligt. Geeignete Vorrichtungen wie Heizkabel und Heizmatten sind im Fachhandel erhältlich und müssen gegen Beschädigung durch grabende Echsen abgesichert werden. Der kälteste Punkt im Terrarium sollte eine Temperatur von ca. 26°C aufweisen. Das ist am besten mit einer vor Lichteinstrahlung geschützten Höhle zu bewerkstelligen, deren Boden regelmäßig mit Wasser befeuchtet wird. An den Sonnenplätzen können Temperaturen zwischen 36°C und 40°C herrschen. Da die Tiere Wärme mit Licht verbinden sollten diese Wärmeplätze besonders hell beleuchtet werden. Spotstrahler geben zum Beispiel sowohl Wärme als auch Licht ab, sie eignen sich gut zum Einrichten solcher Sonneninseln.
Die richtige Einrichtung des Bartagame Terrariums
Bei der Einrichtung des Terrariums sollte weniger auf die optische Erscheinung Wert gelegt werden, sondern in erster Linie die artgerechte Haltung der Bartagame im Vordergrund stehen. Deshalb sollten folgende Faktoren Berücksichtigung finden:

Bodengrund

Als Bodengrund eignet sich besonders gründlich gewaschener Spielzeugsand. Vogelsand ist nur bedingt geeignet, da die Sandkörner zu klein sind. Will man für das Terrarium aus der Natur entnommenen Sand verwenden, so sollte dieser nicht nur gewaschen sondern auch gründlich gesiebt werden, um eventuelle Verschmutzungen, unerwünschte Kleintiere und spitze Steinchen zu entfernen an denen sich die Tiere verletzen könnten. Außerdem sollten die einzelnen Körner vor dem Einbringen in das Terrarium unter der Lupe begutachtet werden. Nur gerundete Körner gewährleisten, dass sich die Tiere beim Graben nicht verletzen. Wird Sand mit spitzen Körnern mit der Nahrung aufgenommen, kann es zu inneren Verletzungen kommen.

Kletteräste

Ein Kletterast sollte in keinem Terrarium fehlen. Die Astdicke muss dem Gewicht der Tiere angepasst werden, so dass sie diese auch sicher tragen können. Ebenso darf der Ast nicht morsch sein. Wenn ein Ast aus der Natur entnommen werden soll, muss er zuvor sehr gründlich gereinigt und auf eventuelle Insekten überprüft werden. Bevor er in das Terrarium gebracht werden kann, sollte er völlig getrocknet sein, da sonst die Gefahr besteht, dass er beginnt zu schimmeln. Im Fachhandel erhält man geeignete Äste, ihr Preis berechnet sich meistens nach Gewicht. Große, schwere Äste müssen sicher verankert werden. Um ein Untergraben zu verhindern müssen sie vor dem Bodengrund in das Terrarium gebracht werden, so dass sie auf dem Boden direkt aufliegen. Soll ein Kletterast aufrecht stehen und es besteht die Gefahr dass er kippt, so muss er in einen Betonsockel eingegossen werden, der unter dem Sand versteckt wird.

Höhle

Jedes Terrarium sollte mindestens eine Höhle enthalten, welche zum einen als Versteck dient, zum anderen meist der kühlste Punkt im Terrarium ist. Sie sollte so groß sein, dass sie für ein verfolgtes Tier nicht zu Falle wird. Außerdem ist es von Vorteil, wenn sie für den Pfleger gut einsehbar ist und bei Bedarf problemlos gereinigt werden kann.

Bepflanzung

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Eine Bepflanzung in einem Terrarium mit Bartagamen ist leider nicht ganz unproblematisch und dies aus zweierlei Gründen. Zum einen neigen die Tiere dazu Pflanzen mit Grünfutter zu verwechseln, zum anderen ist das Klima in einem Wüstenterrarium für die meisten Pflanzen nicht sehr förderlich. Trotzdem gibt es einige Pflanzen, die auch in einem Wüstenklima gedeihen. Meist sind es Sukkulenten wie etwa Aloe Vera. Kakteen sollten nicht zu lange Stacheln aufweisen, da sie sonst ein Verletzungsrisiko darstellen. Es empfiehlt sich, Pflanzen in flachen Schalen in den Untergrund einzubringen, da sie so leichter mit Wasser versorgt werden können und ihr eigener Bodengrund sich nicht mit dem des Terrariums vermischt.

Die Haltung von Bartagamen

Die Haltung von Bartagamen

Die Haltung von Bartagamen

Eine Bartagame ist eine mittelgroße Echse, die in freiher Wildbahn zwischen 50 und 60 cm groß werden kann. In Gefangenschaft erreichen die Bartagamen diese Größe nicht mehr oder nur noch selten. Der Name Bartagame setzt sich aus zwei Wörter zusammen. Auf der einen Seite ,,Der Bart“, wobei der Kehlbart gemeint ist, die eine Bartagame bei Gefahr aufstellen kann und als zweites das Wort ,,Agame“. Dies bezeichnet eine Familieart innerhalb der Schuppentiere. Bartagamen kommen vorwiegend in Australien vor und dort erstreckt sich ihr Gebiet über fast das ganze Land. Am häufigsten allerdings findet man diese vor allem im östlichen Australien. Dort gibt es vornehmlich Gras- und Strauchsavannen, aber auch lichte Wälder und dies ist der perfekte Lebensraum für diese Tiere.

Eine Bartagame ist ein Einzelgänger

Da eine Bartagame von Natur aus ein Einzelgänger ist, kann man sie ohne Probleme einzeln halten. Gern kann man auch eine Gruppenhaltung in einen Terrarium machen. Bei einem entsprechend großen Terrarium kann die Gruppenhaltung folgender Maßen aussehen: 1 Männchen oder auch Bock genannt und 2 bis maximal 4 Weibchen. Eine reine Weibchengruppe kann aber auch zusammengestellt werden, denn dies verläuft in der Regel auch ohne Probleme. Das zusammensetzen von 2 Männchen sollte man unbedingt vermeiden, da sich diese spätestens ab der Geschlechtsreife bekriegen würden. Entschließt man sich für eine Gruppenhaltung sollte immer noch ein extra Terrarium bereitgehalten werden, damit man bei Streitereien oder bei Unterdrückung die Tiere auch mal trennen kann. Eine Quarantänestation sollte immer vorhanden sein, um ein Tier bei Verletzungen oder Erkrankungen besser versorgen zu können und eine Ansteckung der anderen Tiere zu vermeiden.

Möglichst großes Terrarium

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Das Terrarium einer Bartagame kann nie zu groß sein, da sich diese Tiere gern bewegen. Aus diesem Grund sollte die Bodenfläche eine gewisse Größe haben. Auch die Höhe sollte nicht zu klein gewählt werden, da Bartagamen bei entsprechenden Klettermöglichkeiten diese gern annehmen. Ob nun ein Terrarium aus dem Handel oder ein selbstgebautes Terrarium für die Haltung in Frage kommt, muss jeder für sich selbst entscheiden. Vieles kann selbst gemacht werden und damit auch bei der Anschaffung und Einrichtung gutes Geld gespart werden. Eine schöne Rückwand kann man au Styropor und Fliesenkleber selber herstellen. Die Mindestgröße eines Terrariums liegt bei 120 x 0,60 x 0,60 (BxLxH). Der Bodengrund kann aus Sandkasten-Sand oder aus einem Sand- und Lehmgemisch bestehen. Mit Wärmelampen sollten mehrere Wärmezonen von 25 – 50 Grad eingerichtet werden. Reguliert werden können die hohen Temperaturen durch sogenannte Spots. Unter diesen Spots nehmen die Echsen ihre Sonnenbäder. Die Temperatur unter den Spots darf auf keinen Fall 55 Grad überschreiten.

Eingewöhnungszeit beachten

Die Bartagamen dürfen in ihrem neuen Zuhause nicht einfach ins Terrarium gesetzt werden. Zunächst müssen die Echsen in Quarantäne untergebracht werden. Dies kann auf zwei Arten geschehen. Entweder es gibt ein separates Quarantäneterrarium oder es wird das richtige Terrarium bereits genutzt. In diesem Fall darf jedoch nur eine Minimalausstattung vorhanden sein, damit die Reinigung später leichter vonstattengehen kann. Die Quarantäne dauert circa einen Monat.

 

Das Alter und das Aussehen einer Bartagame

Alter & Aussehen der Bartagame

Alter & Aussehen der Bartagame

Die Bartagame, auch Pogona genannt, ist eine in Australien beheimatete Echse. Ihren Namen verdankt sie ihrem Kehllappen, der durch die Stacheln wie ein Bart aussieht. Diesen kann die Bartagame zu bestimmten Zwecken aufstellen, wie beispielsweise als Drohgebärde. Kennzeichnend für diese Agamen-Art ist auch die ansonsten starke Bestachelung, insbesondere am Kopf und an den Flanken. Die Pogona vitticeps, die auch als gewöhnliche Bartagame bezeichnet wird, ist bei deutschen Bartagamen-Haltern am häufigsten anzutreffen. Sie kann eine Gesamtlänge von 50-55 cm erreichen.

Wie alt können Bartagame werden?

Bartagamen können bei guter Haltung bis zu 15 Jahre alt werden. Die Lebenserwartung ist aber wohl eher bei ca. 8 Jahren anzusetzen. Eine große Rolle in Bezug auf die Lebenserwartung spielt natürlich die Haltung. Je artgerechter solch ein Tier gehalten wird, desto höher ist auch die Lebenserwartung des Tieres.

Alter der Bartagame bestimmen

Das Alter der Tiere lässt sich nur sehr schwer bestimmen und hier ist der Halter mehr oder weniger auf die Informationen des Verkäufers oder Züchters angewiesen. In der Regel können Aussagen über das Alter von Bartagamen aufgrund der Größe getroffen werden, aber dies hängt doch sehr stark von den Lebensbedingungen im Terrarium ab und von der Fütterung der Tiere. Manche dieser Tiere wachsen schneller, manche weniger schnell und deshalb ist es ganz schwierig, das genaue Alter zu bestimmen.

Das Aussehen der Bartagame

Männliche Tiere haben meist größere und vor allem breitere Köpfe als ihre weiblichen Artgenossen. Die Kopfstacheln der Männchen sind oft deutlich ausgeprägter; auch ist ein breiterer Schwanzansatz typisch für einen Bock. Die Größe der Tiere kann ebenfalls einen Hinweis auf das Geschlecht geben. Männliche Bartagamen sind oftmals größer als gleichaltrige Weibchen. Ebenso ist die Fähigkeit zur Verfärbung des Bartes bei den Männchen oftmals besser ausgebildet als bei den Weibchen.

 

Bartagame und das richtige Futter

Das richtige Futter der Batagame

Das richtige Futter der Batagame

Grundsätzlich gilt bei dem Bartagame, dass Jungtiere mehr Lebendfutter wie Heuschrecken, Heimchen, Grillen oder ähnliche zu sich nehmen, als Pflanzennahrung. Ältere Bartagamen fressen jedoch fast ausschließlich pflanzliches Futter. Dieses kann beispielsweise aus Ruccola, Karotten oder Zucchini bestehen. In der Regel reicht der Salat aus, um die Wasserversorgung der Bartagamen sicherzustellen. Vermieden werden sollte aber die Fütterung von Kopfsalat oder Eisbergsalat, denn diese beiden Sorten bekommen den Bartagamen nicht so sehr, da sie schlechte Nahrungswerte für diese Tiere haben.

Was fressen Bartagamen?

Bartagame können wirklich als Allesfresser bezeichnet werden. Gurken, Möhren, Salat, Petersilie, Mais, Paprika, das alles wird mit Hingabe und großem Genuss verspeist. Doch Vorsicht ist dennoch geboten und man sollten diesen Tieren nicht alles an Gemüse zum Fressen geben. So sollte Kohl und Bohnen nicht verfüttert werden, da diese nicht gut für die Verdauung sind. Bei dem Lebendfutter ist die Liste genau so lang wie bei dem Gemüse. Steppengrillen, Heimchen, Schaben, Käfer, Heuschrecken, Raupen, Maden, Asseln, Kurzflügelgrillen, Wachsmotten und Fliegen werden verspeist. Alles was sich im Terrarium bewegt, wird gefressen. Die Nahrung sollte allerdings nicht größer sein, als der Kopf der Bartagame breit ist. Ansonsten könnten sie ersticken, oder würden erst gar nicht dem Futter hinterher jagen.

Die optimale Ernährung der Bartagamen

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Die optimale Ernährung der Bartagamen sollte aus einem ausgewogenen Mix aus pflanzlicher und tierischer Kost bestehen. Auch die Intervalle der Fütterung sollten genau im Auge behalten werden. Oft sind die Fütterungsintervalle und –mengen viel zu reichhaltig die einem Tier gegeben werden. Die noch anfänglich tägliche Fütterung von Insekten sollte ab einem Alter von ca. 7 Monaten drastisch reduziert werden. Dagegen sollte frische pflanzliche Kost von klein auf angeboten werden und ab einen Alter von 7 Monaten sollte dies als Futter überwiegen. Eine erwachsene Bartagame benötigt maximal 2-3 mal wöchentlich Insekten. Pro Fütterung können es ca. 4-6 mittelgroße Futtertiere sein. Es gibt allerdings individuelle Unterschiede, die zu beachten sind. Die meisten Bartagamen wissen nicht, wann sie satt sind und fressen über den Bedarf hinaus. In der Eiablagezeit sollte den Tieren mehr Futter und Kalzium angeboten werden, da dann der Energiebedarf für die Eibildung drastisch steigt. Auch bei der Versorgung der Tiere mit Vitaminen sollte man es nicht übertreiben. Zur Regulierung des Kalziumhaushalts sollte immer eine Schale mit zermahlener Sepiaschale im Terrarium stehen, damit die Tiere zusätzlich ihren Vitaminbedarf selbstständig abdecken können. Sollte es zu einem Kalziummangel kommen, könnte es sein, dass Bartagamen anfangen den Bodengrund zu fressen, was zu Verstopfung führen kann.

Pflanzliche Nahrung

Folgende Dinge können dem Tier bedenkenlos angeboten werden:
Acker- und Zaunwinde, Ahorn, allgemein ungiftige Wildkräuter, Beeren, Brennessel samt Blüten, Broccoli, Endivie, Gänseblümchen, Giersch, Gurke, Hagebuttenblüten, Hibiskus, Jasmin, Kamille, Kapuzinerkresse, Keimlinge jeder Art, Klee, Kresse, Löwenzahn mit Blüten, Mango, Papaya, Pastinaken, Petunienblüten, Ringelblume, Rosenblätter und Blüten, Ruccola, Stiefmütterchen, Taubnessel, Vogelmiere, Zucchini, Petersilie.

Tierische Nahrung

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Als tierische Nahrung kann eine Bartagame folgende Dinge zu sich nehmen:
Heimchen, Steppengrillen, Mittelmeergrillen, Schokoschaben, Argentinische Schaben, Fauchschaben, Wüstenheuschrecken, Stabheuschrecke, Wanderheuschrecken.
Aufgrund des hohen Fettgehaltes sollten Tiere wie Mehlwürmer, Babymäuse und Zophobas nur selten als Futter gereicht werden.

 

Die Winterruhe bei den Bartagamen

Die Winterruhe bei den Bartagamen

Die Winterruhe bei den Bartagamen

Viele Tiere bestimmen von sich aus den Zeitpunkt der Winterruhe, grade wenn die Wintertage zunehmend kürzer werden. So stellen sie das Fressen ein, werden zunehmend inaktiver und suchen kühlere Orte auf. Stellt man solche Anzeichen bei seinem Tier fest, sollte man langsam mit dem Einleiten der Winterruhe beginnen. Jedoch haben nicht alle Tiere eine so stark ausgeprägte innere Uhr, in diesem Fall sollte man selbstständig den Zeitpunkt der Ruhe festlegen und nach und nach mit der Einleitung der Winterruhe beginnen. Der Zeitpunkt kann stark variieren, jedoch findet der Anfang der Ruhe meist um den Monat November herum statt.

Maßnahme vor der Winterruhe

Es sollte niemals ein krankes oder geschwächtes Tier in die Winterruhe geleitet werden. Somit ist es unabdingbar, vor Beginn eine Kotprobe auf Parasiten untersuchen zu lassen. Da während der Ruhe der komplette Stoffwechsel heruntergefahren wird, können sich sonst Parasiten und andere Krankheiten ausbreiten und das Tier könnte zugrunde gehen. Natürlich kann die Bartagame auch bei einem Krankheitsverdacht direkt von einem Tierarzt untersucht werden. Dies sollte einige Wochen vor Beginn der Winterruhe stattfinden, damit bei einem möglichen Parasitenbefall noch genug Zeit besteht, um diesen zu behandeln.

Das Einleiten der Winterruhe

Ist das Tier gesund und kräftig, kann die Winterruhe eingeleitet werden. Hierbei wird die Beleuchtungszeit nach und nach reduziert. Auch die Beleuchtungsstärke und die Temperatur werden nun langsam heruntergefahren. Somit sollte in einer Zeitspanne von ca. 3 Wochen die Beleuchtung von ca. 12-14 Stunden auf ca. 6 Stunden reduziert werden. Auch sollte ca. 3-4 Wochen vor der Ruhe das letzte Mal Lebendfutter gefüttert werden und das Grünfutter sollte reduziert werden. Spätestens 2 Wochen vor der Winterruhe sollte die Bartagame überhaupt kein Futter mehr bekommen. Somit kann sich der Darm der Tiere entleeren und es verbleiben über die Ruhezeit keine Nahrungsreste, die im Darm zu Gärungsprozessen führen können. Hat man den Verdacht, dass sich noch größere Mengen Futter in dem Darm der Bartagame befindet, kann man die Verdauung durch ein warmes Bad anregen.

Die Bartagamen während der Winterruhe

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Nach dem Absenken der Beleuchtungszeit und der Temperatur, vergraben sich viele Tiere oder verkriechen sich in bereitgestellte Höhlen. Es gibt allerdings auch Tiere die mitten im Terrarium auf ihrem Stammplatz verweilen. Sofern die Temperatur nun auf ca. 18 Grad Celsius gehalten werden kann, ist die Winterruhe problemlos in dem Hauptterrarium durchzuführen. Ist dies nicht möglich, sollte das Tier in einen kühleren Raum umziehen. Dies kann in ein Quarantäneterrarium sein, einige Halter lassen die Tiere auch in separaten Boxen überwintern. Ein Thermometer bietet sich hier auch an, um die niedriegere Temperatur jederzeit sicherzustellen. In der Zeit sollte auf gar keinen Fall Futter angeboten werden, eine Wasserschale kann aber ruhig im Terrarium bleiben. Ist das Tier gesund und die Temperaturen nicht zu hoch, gibt es so gut wie keinen Gewichtsverlust. Von einem regelmäßigen Wiegen und somit meist dem Wecken der Tiere wird somit abgeraten, es sei denn es besteht ein Verdacht auf starken Gewichtsverlust.

Das Ende der Winterruhe

Wird das Tier nun von sich aus wieder mehr aktiv, öffnet die Augen oder läuft vermehrt herum, sollte nun in der gleichen Geschwindigkeit wie zuvor die Beleuchtung und die Temperatur wieder hochgefahren werden. Futter sollte erst wieder angeboten werden, wenn das Tier regelmäßige Sonnenbäder einnimmt und der Organismus wieder einigermaßen hochgefahren ist. Dieser Zeitpunkt ist meist ca. 2 Wochen nach dem Anschalten der Beleuchtung. Lebendfutter sollte aber besser erst nach ca. 4 Wochen angeboten werden. 8 Wochen nach Beendigung der Winterruhe, sollte noch einmal eine Kotprobe auf Parasiten untersucht werden, damit sich nicht vereinzelt vorhandene Schädlinge während der Ruhe vermehren konnten.

 

Mögliche Krankheiten bei einer Bartagame

Krankheiten beim Bartagame

Krankheiten beim Bartagame

Zum Thema Krankheiten bei Bartagamen ist es wichtig zu wissen, dass diese Tiere ihre Krankheiten so lange wie möglich verbergen, sich also so verhalten, als wären sie gesund. Hierdurch sollen mögliche Fressfeinde nicht den Eindruck eines geschwächten Tieres bekommen. Aus diesem Grund kann die Krankheit seines Tieres manchmal erst recht spät festgestellt werden. Es ist also wichtig, ein Gespür für sein Tier zu entwickeln, um kleinste Abweichungen seines Verhaltens, welches auf Krankheiten schließen könnte, zu bemerken. Da sich jede Bartagame etwas anders verhält, kann man dafür allerdings kein Patentrezept geben. Eine komplette und länger anhaltende, dunkle Färbung einer Bartagame deutet aber z.B. darauf hin, dass sie sich nicht wohl fühlt. Schnelles handeln ist hier erforderlich.

Mögliche Krankheiten beim Bartagame

Bei diesen Tieren können folgende Krankheiten vor allem in Folge von nicht artgerechter Haltung vorkommen:

Abszesse – diese können durch Hautknoten oder Hautbeulen erkannt werden und müssen von einem Tierarzt behandelt werden
Nekrose – diese Krankheit kommt bei Bartagamen recht häufig vor. Bei dieser Krankheit können durch Abschnürung Gliedmaßen absterben. Grund der Abschnürung ist häufig eine nicht vollständige Häutung. Zurückgebliebene Hautreste können also Gliedmaßen abschnüren, was wiederum zu Nekrose führen kann. Nach der Häutung ist also gerade an den Zehen und am Schwanz darauf zu achten, dass die Häutung vollständig beendet ist. Sollte man bei seinen Tieren eine beginnende Nekrose, also unübliche und anhaltende dunkle Färbung eines Körpergliedes feststellen, sollte man schnellstmöglich einen reptilienkundigen Tierarzt aufsuchen, denn vom abgestorbenen Glied können Gifte entstehen, die sehr gefährlich sein können.
Augenentzündungen – diese entstehen oftmals durch Infektionen, die durch Zugluft oder zu niedrige Temperaturen im Terrarium hervorgerufen werden können
Lungenentzündung– wie bei den Augenentzündungen so sind auch hier Zugluft und zu kühle Temperaturen die Ursache für die Erkrankung
Entzündungen von Magen und Darm – diese werden durch Bakterien hervorgerufen und sollten unbedingt vom Tierarzt behandelt werden
Äußere Verletzungen – werden zu viele Tiere gemeinsam in einem Terrarium gehalten, so kann es zu Bisswunden und sogar zu Knochenbrüchen bei den Tieren kommen. Auch durch eine falsche Einrichtung des Terrariums mit spitzen Gegenständen können diese Verletzungen verursacht werden.
Verstopfung – sehr häufig liegt an dieser Erkrankung ein Bewegungsmangel zugrunde und eine zu umfangreiche Fütterung

Mein Bartagame frisst nicht

Sollten Bartagamen plötzlich nicht ausreichend fressen oder gar die Nahrung komplett verweigern, so können hierfür gleich mehrere verschiedene Ursachen infrage kommen. Zuerst muss bei einer Haltung von mehreren Tieren geprüft werden, ob das entsprechende Tier eventuell von einem oder mehreren anderen Tieren unterdrückt wird. Dies kommt bei männlichen Bartagamen häufiger vor. Wenn dies der Fall ist, so muss das einzelne Tier gesondert in einem extra Terrarium gehalten und von den anderen Tieren getrennt werden. Würde diese Maßnahme nicht unternommen werden, so würde die Bartagame schnell abmagern und dadurch entsprechend natürlich sehr krank werden. Des Weiteren muss, sollte es nicht an dem Erstgenannten liegen, eine Kotprobe vom Tierarzt begutachtet werden. Ein Parasitenbefall löst oftmals einen reduzierten Appetit aus und muss behandelt werden.

 

Die Zucht der Bartagame

Zucht der Bartagame

Zucht der Bartagame

Hält man Bartagamen nicht einzeln, sondern paarweise, oder als Gruppe, lässt es sich nicht vermeiden, daß sich die Tiere früher oder später paaren. Mit 10-12 Monaten sind die Bartagamen geschlechtsreif, jedoch sollte man mit der Zucht erst im Alter von 15-18 Monaten anfangen. Vorher sind die Weibchen noch sehr empfindlich, könnten durch Eiablagen unnötig geschwächt oder innere Organe geschädigt werden. Bartagamen beginnen meist kurze Zeit nach Beendigung der Winterruhe mit den den ersten Paarungen. Eingeleitet werden diese mit heftigem Kopfnicken und Stampfen der Männchen, welches dann im allgemeinen als Imponiergehabe zu verstehen ist. Eine stattgefundene Paarung reicht meist für die Befruchtung weiteren Gelege aus. Diesen Vorgang nennt man Samenspeicherung.

Die Tragzeit der Weibchen

Die Tragzeit der Eier dauert in der Regel etwa drei bis vier Wochen. Während dieser Zeit müssen die Weibchen mit zusätzlichen Vitamin- und Calciumpräparaten versorgt werden und die Futtermenge sollte auch ausreichend hoch sein. In dieser Zeit können dem Weibchen auch Mehlwürmer, Babymäuse und Zophobas gefüttert werden, da diese Futtertiere einen hohen Fettgehalt haben und damit sehr nahrhaft sind.

Die Eiablage und Inkubation

Je nach Anzahl der Eier hört das Weibchen ca. 3 – 4 Tage vor der Eiablage auf zu fressen.
Als notwendigen Eiablageplatz eignen sich Sandaufbauten, welche täglich leicht besprüht werden und die meistens unter einem Strahler liegen. Nach erfolgter Eiablage schließen die Weibchen die selbstgegrabene Höhle wieder. Nun können die Eier vorsichtig geborgen werden. Hierbei ist darauf zu achten, daß diese nicht mehr gedreht werden, da die Embryos sonst vom Dottersack erdrückt werden. Um spätere Drehungen zu vermeiden, markiert man die Oberseite mittels Farbstift. Als Zeitigungssubstrat verwendet man am einfachsten Vermiculit. Dieses wird gewässert und anschließend gut ausgedrückt und etwa bis zur Hälfte in eine Grillendose gefüllt. Die Eier müssen nun in einen Inkubator verbracht werden, wo sie bei einer Temperatur von 26 – 30 Grad Celsius ausgebrütet werden. Die eigentliche Inkubationszeit dauert meist 55 – 70 Tage und richtet sich nach der Brutemperatur, diese liegt bei 26 – 30 Grad Celsius. Je geringer die Temperatur, desto länger dauert die Inkubationszeit, aber umso größer und wiederstandsfähiger sind die Jungen nach dem Schlupf. Wichtig ist, daß sich anhand der Inkubationstemperatur die Geschlechter herausbilden.
Ein ausgewogenes Verhältnis von männlichen und weiblichen Jungtieren erreicht man bei 29 Grad Celsius . Während der Inkubationszeit wachsen die Eier auf das doppelte ihrer ursprünglichen Größe heran. Dies liegt nicht nur am Wachstum der Embryonen, sondern auch daran das sie das Wasser aus dem Brutsubstrat förmlich aufsaugen. Daher ist es sehr wichtig die Feuchtigkeit des Substrats regelmässig zu überprüfen.

Aufzucht der Jungtiere

Die Babys s sind in der Regel schon kurz nach dem Schlüpfen kräftig und aktiv. Sie brauchen die selben Haltungsbedingungen wie ihre Eltern. Bei jungen Bartagamen besteht die Gefahr, dass die Schwanzspitzen schnell vertrocknen, daher ist es wichtig täglich zu sprühen. Die Jungtiere können zusammen in einem Terrarium passender Größe aufgezogen werden. Sollten jedoch einzelne Tiere im Wachstum zurückbleiben, muss man sie von der Gruppe trennen. Es gibt manchmal auch Tiere, die scheinbar grundlos bevorzugt anderen in die Schwänze oder Beine beißen. Diese Tiere müssen selbstverständlich schnellstens einzeln aufgezogen werden. Die Nachzuchten sollten am Anfang etwa 5 kleine Grillen, Heimchen oder andere Futtertiere passender Größe bekommen. Von Anfang an sollte auch Grünfutter angeboten werden, damit die Tiere das gleich kennen lernen. So hat man später nicht das Problem, dass die ausgewachsene Bartagame Grünfutter meidet, da sie es nicht kennt.

Das Geschlecht der Tiere bestimmen

Die Bestimmung des Geschlechtes bei Bartagamen ist gar nicht so leicht. Äußerlich sehen die beiden auf den ersten Blick, bis auf ein paar kleine Details, total gleich aus. Beim Männchen gibt es zwei Merkmale: Zum einen die vergrößerten Phemoralporen an den Hinterbeinen und zum anderen kann man das Geschlecht erkennen, wen man die Schwanzspitze nimmt und vorsichtig in Richtung Rücken biegt. Dann erkennt man links und rechts an der Schwanzwurzel zwei kurze am Schwanz entlang laufende Erhöhungen. Beim Weibchen allerdings befindet sich lediglich in der Mitte eine Erhöhung die wesentlich breiter erscheint. Zu erkennen ist das aber auch nur im Alter ab ungefähr einem 1/2 – 3/4 Jahr. Vorher ist es kaum möglich, das richtige Geschlecht zu bestimmen.

 

Die Haltung eines Zwergbartagame

Haltung eines Zwergbartagame

Haltung eines Zwergbartagame

Zwergbartagem stammen aus dem nordöstlich gelegenem Queensland in Australien. Man findet sie häufig auf schwarzen Böden mit wenig Vegetation. Die Tiere sind aufgrund ihres gut getarnten Äußeren schwer mit dem Auge in der steppenähnlichen Landschaft ausfindig zu machen. Von der Farbe unterscheiden sich die Zwergbartagem kaum von ihren Artgenossen. In der Regel haben sie eine orangebraune Haut, die aber auch ins Grünliche abweichen kann. Die Tiere können ihr Äußeres abhängig von der Sonneneinstrahlung hell oder dunkel verfärben. Zwergbartagamen sind innerhalb von 10-12 Monaten ausgewachsen und werden bis zu 10 Jahre alt.

Größe des Terrariums

Im Vergleich zu den anderen Bartagamenarten kann das Terrarium ein wenig kleiner sein. Mindestens sollte den Tieren aber immer noch eine Fläche von 130 x 80 x 80 zur Verfügung stehen. Diese Größe ist für ein Pärchen ausreichend und sollte keinesfalls unterschritten werden, da Zwergbartagamen über einen gesunden Bewegungsdrang verfügen. Übermäßig viele Unterschlupfmöglichkeiten und zu viel Dekoration sollten vermieden werden. Man sollte dafür sorgen, dass den Tieren ausreichend Wasser im Terrarium zur Verfügung steht. Zwergbartagamen trinken viel und baden sehr gern. Hier bietet es sich an eine flache Wasserschale im Terrarium zu platzieren.

Temperatur im Terrarium

Im Vergleich zu ihren Artgenossen mögen es Zwergbartagamen ein wenig wärmer. Die Durchschnittstemperatur sollte tagsüber bei 30 Grad Celsius und nachts zwischen 20 und 25 Grad Celsius liegen. Es ist empfehlenswert mit Hilfe von Strahlern einzelne Sonnenplätze mit bis zu 55 Grad Celsius zu schaffen. Für die Beleuchtung im Aquarium muss mit Hilfe einer UV-Lampe gesorgt werden. Eine Leuchtstoffröhre mit 300 Watt Leistung muss mit einem Abstand von mindestens einem Meter zum Terrariumuntergrund platziert werden. Wird dieser Abstand unterschritten, kann dies zu schlimmen Hautschädigungen oder gar Verbrennungen führen.

Einrichten des Terrariums

Der Untergrund im Terrarium sollte aus möglichst aus grabfähigem Sand bestehen. Positiv hat sich Lehmsand in der Vergangenheit bei Besitzern von Zwergbartagamen bewährt. Lehmsand können Sie in jedem Zoofachgeschäft erwerben. Damit sich die Zwergbartagamen im Untergrund eingraben können, sollte die Höhe des Untergrundes etwas 15 cm betragen. Befindet sich ein Weibchen im Terrarium, muss sichergestellt werden, dass eine Eiablage vorhanden ist. So sollte an einer Ecke des Terrariums der Untergrund etwa 20 cam aufgeschichtet werden. Für die Eiablage muss der Sand leicht feucht sein. Alternativ kann man auch eine Eiablagebox im Zoofachgeschäft erwerben. Zusätzlich sollten ausreichend Äste im Terrarium vorhanden sein. So haben die Tiere die Möglichkeit höher gelegene Plätze aufzusuchen. Zudem sollten einige Unterschlupfmöglichkeiten installiert werden. Neben einer stabilen Rückwand sorgen Steine und Wurzeln für ausreichend Verstecke. Wenn man mag, kann man auch durch das Hinzufügen von Pflanzen für eine schöne Optik im Terrarium sorgen.

 

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